Die Idee dahinter
Im Mittelpunkt steht das Gespräch
Ich habe selbst viele Jahre Sprachen gelernt und unterrichte seit über zehn Jahren Englisch. Dabei ist mir immer wieder aufgefallen, dass viele Erwachsene eigentlich schon ziemlich viel können. Sie kennen Grammatikregeln, haben einen guten Wortschatz und verstehen Texte. Und trotzdem ist es oft gar nicht so leicht, selbst ein Gespräch anzufangen oder einfach etwas zu sagen. Genau da setzt English Around Town an.
Grammatik gehört natürlich dazu. Ich korrigiere Fehler und helfe dabei, genauer und sicherer zu werden. Aber irgendwann muss man die Sprache auch einfach benutzen. Zuhören, etwas ausprobieren, einen Fehler machen, es noch einmal versuchen und dabei merken, dass es eigentlich funktioniert.
Deshalb sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in meinen Kursen möglichst viel selbst sprechen. Ich halte mich mit langen Erklärungen bewusst zurück. Wir sprechen miteinander, arbeiten zu zweit oder in kleinen Gruppen und probieren verschiedene Situationen aus. Ich bin dabei, gebe Feedback, korrigiere, wenn es sinnvoll ist, und helfe weiter, wenn jemand einmal nicht weiß, wie er etwas sagen soll.
Sprache bleibt besser hängen, wenn etwas damit passiert
Ich mag Situationen, in denen man Sprache wirklich braucht. Ein Wort, das man beim gemeinsamen Kochen verwendet hat, merkt man sich vielleicht anders als eines, das man auf einer Vokabelliste gelernt hat. Ein Gespräch im Café, ein Spaziergang durch Baden oder eine Geschichte, über die man gemeinsam gelacht hat, bleibt eher im Kopf.
Natürlich können auch Apps und andere digitale Angebote dabei helfen, mit Englisch in Kontakt zu bleiben. Im Kurs möchte ich aber vor allem, dass die Sprache benutzt wird. Nicht nur in Übungen, sondern im Gespräch und in Situationen, die man sich gut vorstellen kann.
Wie aus English Around Town eine Idee wurde
Ich arbeite bewusst ohne Lehrbuch, das den ganzen Kurs vorgibt. Die Themen und Situationen stelle ich selbst zusammen und passe sie an die jeweilige Gruppe an. Grammatik und Wortschatz gehören natürlich dazu. Wir schauen uns beides dort an, wo wir es gerade brauchen.
Und irgendwann dachte ich: Warum sollten diese Situationen eigentlich immer im Kursraum stattfinden?
Baden eignet sich dafür einfach gut. Ein Café, ein Spaziergang durch die Stadt, eine Ausstellung oder eine Veranstaltung. Manchmal findet der Unterricht eben dort statt. Wir nehmen eine Situation aus dem Kurs mit nach draußen und probieren sie dort aus.
Auch das Miteinander gehört für mich dazu. English Around Town soll ein Kurs sein, in dem man sich regelmäßig sieht, miteinander spricht, neue Dinge ausprobiert und vielleicht auch Leute kennenlernt, mit denen man sonst nicht unbedingt ins Gespräch gekommen wäre.
Das Ziel ist, ins Sprechen zu kommen
Mein Ziel ist nicht, dass jeder Satz von Anfang an perfekt ist. Viel wichtiger ist, dass man sich traut, etwas zu sagen, auch wenn man kurz überlegen muss oder einmal das falsche Wort verwendet.
Gerade bei Erwachsenen erlebe ich oft, dass schon sehr viel Wissen da ist. Was manchmal fehlt, ist einfach die Gelegenheit, dieses Wissen auch zu benutzen.
Und genau diese Gelegenheit möchte ich mit English Around Town schaffen.